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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 118,50 € |
115,15 € |
+3,35 € |
+2,91 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006599905 |
659990 |
- € |
- € |
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Merck "buy" 29.12.2008
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die Merck-Aktie (ISIN DE0006599905 / WKN 659990) mit "buy" ein.
Merck habe in Q3 2008 eine solide Performance aufgewiesen. In der Sparte Liquid Crystals (LC) habe aber erste Zielanpassung stattgefunden. Die Umsatzerlöse seien um 8,7% auf 1,89 Mrd. Euro (organisch +13,5%) und der operative Gewinn um 6,1% gestiegen. Der Gewinn fortzuführender Bereiche sei von 40,8 Mio. Euro auf 202,4 Mio. Euro gewachsen. Der Core-Gewinn je Aktie sei um 4,9% auf 1,54 Euro und der 9M-Gewinn um 19% auf 4,76 Euro gestiegen.
Am 17.12.2008 habe Merck die Produktionskürzung im Chemiebereich angekündigt. Einige Anlagen oder Betriebe würden im ersten Halbjahr für mehrere Wochen heruntergefahren. Betroffen seien etwa 800 Mitarbeiter in Deutschland (mit den Hauptstandorten in Darmstadt und Gernsheim), Asien und USA. Merck wolle dies über Arbeitszeitkonten, Jahresurlaubsplanung und vorübergehenden Wechsel von Mitarbeitern in den Pharmabereich auffangen.
Am 09.12.2008 habe Merck die Marktzulassung in Europa für Kuvan erhalten, einem Arzneimittel zur Behandlung der Hyperphenylalaninaemie, einer seltenen Erbkrankheit, die zu schweren Hirnschädigungen führen könne. Bisher habe es keine medikamentöse Behandlung hierfür gegeben. Am 15.12.2008 habe Daiichi Sankyo den Außendienst von Merck Serono in Frankreich übernommen (dies sei bereits die vierte Vereinbarung in 2008 mit Daiichi Sankyo gewesen).
Trotz der Produktionskürzungen im Chemiebereich dürfte Merck angesichts des Produktmixes die Rezession relativ gut überwinden. Bei Liquid Crystals sei Merck Weltmarktführer und neue innovative Produkte stünden bevor. In Q3 habe Merck per saldo angesichts der Börsenturbulenzen und ungünstiger Wechselkurse nach wie vor eine solide Performance hingelegt. Bei Pharma hätten die Hauptprodukte Rebif (+10% auf 338 Mio. Euro) und Erbitux (+13% auf 134 Mio. Euro) wieder gute Umsatzbeiträge geliefert.
Beim Erbitux habe es in den letzten Monaten einige positive News gegeben. So zum Beispiel die erweiterte Zulassung in Europa (23.07.), eine positive ESMO-Studie (16.09., Stockholm), den Erhalt einer Zulassungsempfehlung (CHMP) für die Anwendung bei Kopf-Hals-Tumoren (24.10.), eine positive FLEX-Studie (13.11., Chicago), sowie eine europäische Zulassung für Erstlinientherapie von Kopf-Hals-Tumoren (01.12.). Der Umsatz dürfte in den nächsten Jahren stärker zulegen als bislang. Darüber hinaus sei bei Merck Serono eine starke Forschungspipeline vorhanden.
Ein negativer Aspekt sei die Produktionskürzung im Chemiebereich. Angesichts des (erwarteten) Absatzeinbruches in den konjunkturabhängigen Abnehmerbereichen Automobil und Konsumelektronik würden einige Anlagen oder auch ganze Betriebe in H1 für mehrere Wochen stillgelegt. Dies betreffe nicht nur den LC-Bereich, sondern auch das Geschäft mit Pigmenten (Automobil). Damit bestehe entgegen bisheriger Erwartung ein weiterer Gewinnrevidierungsbedarf, vor allem bei den Gewinnen für 2009.
In der Sparte Liquid Crystals habe die Umsatzrendite in Q3 bereits am unteren Ende der bisherigen Zielzone von 47 bis 52% gelegen. Im Pharmabereich sei eine hohe Abhängigkeit von wenigen Blockbustern festzustellen.
Die Analysten der SEB bewerten die Merck-Aktie mit dem Rating "buy". Man trage den gestiegenen Konjunkturrisiken Rechnung. Das neue Zwölfmonats-Kursziel betrage nun 75 Euro (alt: 81 Euro). (Analyse vom 29.12.2008) (29.12.2008/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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